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Ökologische Überlegungen

Am interessantesten sind die ökologischen Vorteile. Bei nachwachsenden Rohstoffen handelt es sich um erneuerbare Ressourcen mit einer sehr günstigen CO2- und Energiebilanz. Die Hopfenpflanze bindet im Lauf ihres Wachstums Kohlenstoff, den sie in Form von Kohlendioxid der Luft und damit der Erdatmosphäre entzieht. Sie trägt also zunächst zu einer Verminderung des Treibhausgases CO2 bei. Wenn am Ende seiner Lebenszeit das Fahrzeug verschrottet und dabei wieder Kohlendioxid frei wird, ist dies nicht mehr als die Menge, die vorher gebunden wurde. Es handelt sich also um einen Kreislaufprozess.

Natürlich ist für die Verarbeitung der Pflanzen und die Herstellung der Bauteile weitere Energie nötig, die aber zu einem großen Teil aus den bei der Aufarbeitung anfallenden Pflanzenresten gewonnen wird. Insgesamt gesehen sind die Energie- und CO2-Bilanz bei dem nachwachsenden Rohstoff Hopfen jedoch weitaus günstiger als bei vergleichbaren technischen Materialien, vor allem dann, wenn man das Leichtbaupotenzial dieser Verbundwerkstoffe nutzt. Dies sei an einem Beispiel verdeutlicht:
Die von der Saat der Pflanzen bis zur Herstellung des fertigen Naturfaservlieses benötigte Energie beträgt nur rund ein Fünftel der Menge, die zur Herstellung von Glasfaser-Vliesen nötig ist. Gleichzeitig lassen sich bei Tür- und Innenverkleidungen Gewichtseinsparungen realisieren. Diese führen während der gesamten Gebrauchsphase des Fahrzeugs zu einem geringeren Kraftstoffbedarf und somit zu einer weiteren deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen.

Recycling und Wiederverwertung

Bauteile aus hopfenfaserverstärkten Verbundwerkstoffen lassen sich auch nach der Verwertung des Fahrzeugs nutzen, etwa durch den Einsatz als Energielieferant in Kraftwerken und anderen Industriellen Anlagen. Der Vorgang ist, wie oben geschildert, weitgehend CO2-neutral und - im Gegensatz zur Verbrennung beispielsweise von Glasfaserverbunden – rückstandsarm.
Trotz der Vorteile der nachwachsenden Rohstoffe ergibt sich ein Konflikt mit den Verwertungs-vorgaben der EU-Richtlinie über Altfahrzeuge (2000/53/EC). Diese schreibt vor, dass nur eine sehr geringe Quote von Material energetisch verwertet werden darf. Der weitaus größere Teil muss "recycelt", also stofflich verwertet werden. Diese Vorschrift wird wohl bei vermehrten Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen noch einmal zu überarbeiten sein, denn die Aufarbeitung im Recycling Verfahren erfordert einen höheren Energieaufwand als die Verwendung von frischen nachwachsenden Rohstoffen die in ausreichenden Mengen vorhanden sind. Dennoch ist ein Recycling Verfahren möglich, sodass das Fasermaterial über mehrere Nutzungsphasen verwendet werden kann.

Kostenbetrachtung des Rohstoffes Hopfenfaser

Faserrohstoffe aus dem Hopfenanbau bieten einen außergewöhnlichen Kostenvorteil:
Der Anbauzweck des Hopfens ist nicht die Produktion der Fasern.
Hopfen wird nicht umsonst als das „grüne Gold" bezeichnet, da die Erträge aus der Produktion der Hopfendolden reichlich erzielt werden.
Hopfenfasern sind bei der Hopfenproduktion ein Abfallstoff.
Hopfenfasern bieten daher gegenüber anderen Naturfasern einen erheblichen Preisvorteil.

Kurzfasern zum Einmischen und Ersetzen von thermoplastischen Kunststoffen sind zu einem Preis von ca. 0,30 €/kg herstellbar, und können dabei 50 bis 70% eines Kunststoffes zum Peis 2 bis 3 €/kg ersetzen.

Faservliese sind je nach Aufbau zu Preisen von 0,40 bis 0,75 €/kg herstellbar und sind damit eine gute Alternative zu Vliesen aus anderen Naturfasern.

Hopfenschäben sind als stabiler, leichter Füllstoff mit sehr guten Isolationseigenschaften zu einem Preis von 0,30 bis 0,50 €/kg herstellbar. Sie können zum Verfüllen und Aussteifen von Formteilen verwendet werden.

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